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Was essen bei einer Magen-Darm-Grippe?

Essen bei einer Magen Darm Grippe

Eine schlimme Magen-Darm-Grippe vermag es einen Menschen komplett lahmzulegen. Tagelang können Durchfall und Erbrechen anhalten. Manchmal ist es sogar so schlimm, dass man nichts bei sich behalten kann, egal was man isst oder trinkt. Viele Personen verzweifeln und versuchen, sich nur noch mit Wasser aufrecht zu erhalten – doch die Ernährung ist entscheidend, um die Magen-Darm-Grippe zu bezwingen.

Egal wie intensiv die Magen-Darm-Probleme auch sind, in diesem Artikel werden wir Ihnen zeigen, wie Sie Ihre Verdauung mithilfe der richtigen Ernährung und einer angemessenen Verhaltensweise wieder in den Griff bekommen.

Darmgesundheit

Bei einer Magen-Darm-Grippe wird die Darmflora geschädigt, worunter der gesamte Körper erheblich leidet. Eine gesunde Darmflora verhindert Krankheiten, beugt Allergien vor, filtert giftige Stoffe aus der Nahrung heraus, bildet Vitamine für den Körper. Und das ist nur ein Ausschnitt der vielen Aufgaben.

In der hektischen Wettbewerbsgesellschaft von heute leidet der Darm vieler Menschen unter zu viel Stress und zu wenig Bewegung, wodurch die Regeneration der Darmgesundheit erschwert wird. Deshalb sind bei der Magen-Darm-Grippe Ruhe und Erholung das A und O. Das gilt sowohl für die Zeit während der Krankheit als auch in den Wochen und Monaten danach.

Denn eine geschädigte Darmflora benötigt viel Zeit, um wieder vollständig zu verheilen. Zur Bewegung empfehlen wir regelmäßig einen Spaziergang bei frischer Luft – selbstverständlich erst, wenn man sich dafür wieder fit genug fühlt.

Das richtige Trinken

Bei Durchfall verliert der Körper viel Flüssigkeit. Der Körper versucht dabei, die Viren und Bakterien aus dem Körper wieder loszuwerden. So kann man sich wenigstens bewusst sein, dass der Körper mit allen Kräften und Mitteln gegen die Krankheit ankämpft. Auch wenn der Durchfall unangenehm ist. Deshalb muss man auch immer weiter Flüssigkeit zu sich nehmen, um den Körper beim Entgiftungsprozess zu unterstützen.

Nach jedem Stuhlgang oder Erbrechen sollte man jedoch eine Weile warten, bevor man wieder isst oder trinkt. Denn dies ist ein Anzeichen dafür, dass der Magen nun wieder etwas Ruhe braucht. Die Ruhepause sollte mindestens eine Viertelstunde anhalten.

Zur allgemeinen Flüssigkeitsaufnahme eignen sich stilles Wasser und lauwarmer Tee aus Heilpflanzen wie Anis, Fenchel und Kamille. Doch der Körper verliert bei der Magen-Darm-Grippe nicht nur Flüssigkeit, sondern auch die grundlegenden Mineralstoffe.

In der Apotheke kann man sich spezielle Elektrolytlösungen kaufen, um den Verlust auszugleichen. Man kann sich eine solche Lösung auch selbst mischen. Denn was man unter Elektrolyten versteht, sind im Prinzip Zucker und Salz.

WHO-Trinklösung

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat ein eigenes Rezept, um eine behelfsmäßige Rehydratationslösung Zuhause anzumischen:

  • 1 Liter stilles Wasser
  • 1/2 TL Kochsalz
  • 3 TL Traubenzucker oder Haushaltszucker

Die WHO empfiehlt einer erwachsenen Person bei infektiöser Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts etwa 3 Liter dieser Lösung täglich zu trinken.

Alternativ dazu liefert auch Reiswasser Mineralstoffe, Antioxidantien und Vitamine. Um Reiswasser zu erhalten, gibt man wenig Reis in viel Wasser und lässt ihn so lange wie üblich kochen. Wenn man hierbei möglichst viel Reiswasser gewinnen möchte, darf man ruhig bis zu zehnmal so viel Wasser wie Reis nehmen.

Schonkost für den Magen

Während der Magen-Darm-Grippe sollte man die Ernährung nie gänzlich einstellen. Stattdessen gilt es, die Ernährung auf verschiedene Weisen anzupassen. Tatsächlich tun bei einer Magen-Darm-Grippe mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt gut.

Was die Wahl der Nahrung angeht, muss als Erstes angemerkt werden, dass verschiedene Menschen unterschiedliche Speisen gut oder schlecht vertragen. Deshalb musst man selbst darauf achten, was einem bekommt und was nicht.

Bei manchen Menschen und bestimmten Magen-Darm-Viren wirkt Apfel zum Beispiel wahre Wunder. Das Pektin im Apfel ist nämlich bekannt dafür, im Magen-Darm-Trakt Giftstoffe und auch manche schädliche Bakterien an sich zu binden und unschädlich zu machen. Am Anfang der Krankheit sollte Apfel zunächst nur in geriebener oder pürierter Form verzehrt werden.

Milchprodukte können den Magen während der Krankheit überreizen, doch bei manchen Menschen helfen sie, die Krankheit zu überstehen. Vor allem Jogurt, Buttermilch und Dickmilch können hilfreich sein. Auf jeden Fall sind diese Nahrungsmittel im späteren Verlauf der Krankheit und auch in der Zeit danach wichtig, um die Darmflora wieder herzustellen.

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Um den Durchfall zu lindern eignet sich Reis. Zudem liefert er viele wertvolle Nährstoffe und kann wie bereits erwähnt als nahrhaftes Reiswasser dem Körper sowohl Flüssigkeit als auch Mineralstoffe liefern.

Altbewährt: Schleimsuppe mit Haferflocken

Haferschleim ist reich an B-Vitaminen, bietet viele Nährstoffe und beruhigt den gereizten Magen.

Dazu lässt man etwa 20 Gramm Haferflocken in einem Liter Wasser zehn Minuten lang köcheln und schmeckt die Suppe zum Schluss mit Salz ab. Wenn die Verdauung komplett streikt und alle anderen Mittel versagen, führt kein Weg an der Schleimsuppe vorbei.

Wenn die Symptome abklingen, eignen sich Bananen, gekochte Möhren, Kartoffeln und Reis, um den Körper wieder zu Kräfte kommen zu lassen. Auch Zwieback und getoastetes Brot dürfen wieder auf den Speiseplan.

Nach und nach darf man den Ernährungsplan wieder erweitern. Doch man sollte zunächst auf leicht verdauliche Speisen vertrauen. Speisen, die sehr scharf, stark gewürzt, fettig, sehr heiß oder zu kalt sind, sollten gemieden werden. Auch blähendes Gemüse wie Zwiebeln und Bohnen ist dem Darm in dieser Zeit unbekömmlich.

Beachten Sie auch unsere Tipps für den Neuaufbau der Darmflora nach einer Magen-Darm-Grippe.