Gesundheit

Thrombose im Arm – was tun?

Thrombose im Arm

Auch wenn eine Thrombose im Arm deutlich seltener als in anderen Körperteilen entsteht, ist sie nicht weniger gefährlich. Zusätzlich besteht das Risiko durch eine Fehldiagnose, wenn sich die Thrombose mit untypische Symptomen zeigt. In allen Fällen ist eine zeitnahe Behandlung notwendig, um einen chirurgischen Eingriff zu vermeiden.

Eine Thrombose entsteht, wenn das Blut in den Adern gerinnt. Was bei einer Wunde ein gutes Zeichen ist, kann an der falschen Stelle jedoch zu ernsten Komplikaten führen.

Wird der Thrombus (Blutpfropf) in einer Arterie gebildet, spricht man von einer arteriellen Thrombose. Diese kann im schlimmsten Fall zu einem Herzinfarkt oder Schlaganfall führen.

Genau so gut kann die Blutgerinnung aber auch in Venen (Venenthrombose) an vielen verschiedenen Teilen des Körpers auftreten. Bei einer Thrombose im Arm oder der Schulterregion, die verhältnismäßig selten auftritt, spricht man dabei vom Paget-von-Schroetter-Syndrom.

Symptome einer Thrombose im Arm

Besonders häufig ist die rechte Körperhälfte von einem Thrombus betroffen, der sich in verschiedenen, teilweise untypischen Symptomen zeigt.

Das erste Anzeichen einer Thrombose im Arm oder Schulter ist ein Anschwellen der betroffenen Stelle, teilweise sogar des halben Arms. Unter Umständen entsteht eine oberflächliche, bläulich/rote Färbung der umliegenden Haut. Auch Wärmegefühle können an dieser Stelle auftreten.

Ein besonders bezeichnendes Symptom ist eine deutliche Abzeichnung der Venen, die im Arm verlaufen und damit von außen gut sichtbar sind.

Das weitere Empfinden kann von Druck- und Spannungsgefühl bis hin zu, teilweise starken, Schmerzen variieren und ist bei verschiedenen Fällen unterschiedlich ausgeprägt.

Ursachen

Ähnlich wie im Bein ist es bei einer Thrombose im Arm oft schwierig, die zugrundeliegenden Ursachen genau zu klären. Allgemein gibt es drei verschiedene Ursachen und Risikofaktoren, die eine Gerinnung des Bluts begünstigen können.

Wird der Blutfluss gestört, wie z.B. durch längere körperliche Inaktivität, verbringen die Blutzellen mehr Zeit an einer Stelle und können unter Umständen sogar zurückfließen. Auch wenn die Gefäßwände verändert oder beschädigt werden, wird das Risiko eines Blutgerinnsels erhöht.

Ein weiterer Faktor sind Veränderungen in der Zusammensetzung des Bluts. Diese können beispielsweise durch Krankheiten, eine Veränderung im Hormonhaushalt, Rauchen oder Übergewicht hervorgerufen werden.

Behandlung der Thrombose im Arm

Wenn eine Thrombose im Arm zeitnah erkannt wird, kann sie im Allgemeinfall konservativ mit Blutverdünnern wieder gelöst werden. Dies ist allerdings nur in den ersten ein bis zwei Wochen nach der Bildung eines Thrombus möglich.

Wenn sich der Thrombus mit fortlaufender Zeit härtet, wird ein chirurgischer Eingriff vorgenommen, um ihn zu entfernen.

Unterstützend werden, wie bei einer Beinthrombose, auch spezielle Kompressionsverbände oder -strümpfe verwendet. Diese üben Druck auf die Venen auf und verhindert, dass diese leicht nachgeben und das Blut in die falsche Richtung zurückfließen lassen. Ziel der Behandlung ist es, einen gesunden Blutfluss aufzubauen.

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