Gesundheit

Knorpelschaden im Knie – Behandlung ohne Operation

Knorpelschaden im Knie

Die Anzahl an Diagnosen eines Knorpelschadens im Knie nimmt in den letzten Jahren deutlich zu und gehört zu den häufigsten Verschleißerkrankungen. Der Knorpel beginnt sich meist schleichend und ohne Beschwerden abzubauen. Werden die Knie dann geschont und falsche Maßnahmen ergriffen, kann eine kurzfristige Linderung der Beschwerden oft zur nachhaltigen Verschlechterung führen.

Hier erfahren Sie alles über die Symptome, Ursachen, wirkungsvolle Behandlungen und den Einfluss der Ernährung auf einen Knorpelschaden im Knie.

Symptome eines Knorpelschadens

Zunächst muss zwischen den formbaren Faserknorpeln am Meniskus und dem hyaliner Knorpel, der das Kniegelenk auskleidet, unterschieden werden. Der hyaline Knorpel ist die häufigste Stelle eines Knorpelschadens im Kniegelenk und erst bei einer leichten Funktionsstörung machen sich vielfältige Symptome bemerkbar.

Belastungsschmerz

Die Anfangssymptome sind dumpfe, diffuse Schmerzen bei Belastung im Kniegelenk, die sich nicht genau lokalisieren lassen. Die auftretenden Schmerzen entstehen beim Treppensteigen oder zu langem Stehen in ungünstiger Position. Längere Gehstrecken auf hartem Untergrund und unebenen Gelände sind ebenso Auslöser. Unterschätzt wird auch die Belastung durch Übergewicht, schweres Heben und Tragen.

Ruheschmerz

Im weiteren Verlauf treten Beschwerden auch während und nach Ruhephasen auf. So klagen viele Patienten, dass die nächtliche Ruhe durch Schmerzen gestört ist. Nach längerer Ruhephase, langem Sitzen oder Liegen, macht sich ein typischer Anlaufschmerz bemerkbar. Das Kniegelenk fühlt sich steif an und erst mit Nachlasen der Steifheit vergeht nach den ersten Schritten der Schmerz.

Im fortgeschrittenen Stadium

Bei ständiger Belastung entwickelt sich ein Gelenkerguss. Das Kniegelenk schwillt durch Einlagerungen von Wasser, Absonderungen von Eiter oder durch entzündliche Prozesse an. Ein entzündliches Kniegelenk fühlt sich warm oder sogar heiß an. Bei einem entzündlichen Prozess verstärken warme Auflagen die Schmerzen!

Wie der Knorpel im Knie geschädigt wird

Um einen Schaden des Knorpels im Knie vorzubeugen, ist das freie Gleiten der Gelenkflächen notwendig. Die Gelenkfunktion ist abhängig von der Eigenschaft des hyalinen Gelenkknorpels mit seiner festen, elastischen Substanz1. Deren Aufgabe besteht darin, das Gelenk zu schützen und Druck abzufangen.

Der hyaline Gelenkknorpel hat keine Nerven und keine eigene Blutversorgung. Um ein reibungsloses Gleiten der Gelenkflächen zu garantieren, werden die notwendigen Nährstoffe von der Gelenkflüssigkeit (Synovia) dem Knorpel über Diffusion zugeführt.

Die Gelenkflüssigkeit wird durch Bewegung gebildet. Daher ist es wichtig, ein Gelenk nicht zu lange in der Ruhephase zu belassen. Bei einer Unterversorgung wird der Knorpel dünner und baut sich ab.

Wann beginnt eine Schädigung im Knorpel?

In einer TV-Sendung sprach Prof. Dr. Karl-Heinz Frosch2, Leiter des chirurgisch traumatologischen Zentrums in der Asklepios Klinik St. Georg in Hamburg, über
Verschleißerkrankung im Knie. Er ist folgender Meinung:

In sehr vielen Fällen wird die Grundlage, in späteren Jahren einen Knorpelschaden zu bekommen, schon in der Kindheit gelegt.

Bei aktiven Kindern, die sich viel bewegen, baut sich eine feste und dicke Knorpelmasse auf, wovon im Alter profitiert wird. Bei nicht aktiven Kindern ist die Knorpelmasse bis zu 25 Prozent weniger.
Prof. Dr. Karl-Heinz Frosch

Verletzungen und Operationen

Starke, plötzliche Einwirkungen auf das Knie durch Unfälle oder Stürze können den Knorpel stark beschädigen. Auch unbemerkte Mikroverletzungen im Kniegelenk, die zunächst keine Schmerzen verursachen, können sich mit der Zeit verschlimmern und eine Abnutzung des Knorpels beschleunigen.

Nach Operationen am gesamten Körper können sich schmerzschonende Gehverhalten langfristig negativ auf den Knorpel im Kniegelenk auswirken. Gerade bei einer Meniskusoperation kann durch statische Veränderung eine vermehrte Reibung entstehen, wodurch sich der Knorpel im Knie schneller abbaut.

Weitere Ursachen sind:

  • Bewegungsmangel
  • falsches Schuhwerk
  • Übergewicht
  • einseitige Belastung
  • statische Fehlstellung durch X- oder O-Beine
  • muskuläre Dysbalancen
  • Sportarten wie Fußball oder Tennis mit abruptem Abbremsen

Überlastung der Knie durch berufliche Arbeit

Menschen in Berufen, die viel Zeit in knienden und belastenden Positionen verlangen, sind stark gefährdet, einen Knorpelschaden im Knie zu bekommen.

Dazu gehören:

  • Handwerker die viel auf einer Leiter stehen
  • Fliesenleger
  • Installateure
  • Gärtner
  • allgemeine Tätigkeiten in Bodennähe

Behandlung eines Knorpelschadens im Knie

Krankengymnastik ist unabdingbar, um den noch vorhandenen Knorpel im Kniegelenk wieder aufzubauen, zu festigen und Beschwerdefreiheit zu erreichen. Bevor mit entsprechenden Maßnahmen begonnen wird, muss allerdings zuerst sichergestellt sein, dass keine Entzündung im Gelenk vorhanden ist.

Wer rastet, der rostet, sagt ein altes Sprichwort. Und das ist die Wahrheit. Die Knorpelmasse im Knie aufzubauen und zu stärken ist mit gezielter und kontinuierlicher Bewegung in jedem Alter möglich. Damit kann eine Schmerzfreiheit oder Linderung und deutlich mehr Beweglichkeit im Kniegelenk erreicht werden.

Doch Vorsicht: Nicht jede Gymnastik oder Bewegung ist geeignet!

Die Übungen sollten von erfahrenen Physiotherapeuten begonnen werden, um sie anschließend zu Hause selbstständig durchführen zu können. Um eine Überbelastung zu vermeiden, ist es wichtig, dass ein gezieltes Aufbautraining auf den jeweiligen Schweregrad abgestimmt ist.

Ein Knorpelschaden im Knie wird in folgende Schweregrade eingeteilt3:

Grad 1
Eine leichte altersbedingte Abnutzungen durch Überlastung und kaum Schmerzen.

Grad 2
Instabilität im Kniegelenk mit eingeschränkter Belastbarkeit und leichten Rissen im Knorpel.

Grad 3
Eine starke Knorpelschädigung. Eine Operation kann in Erwägung gezogen werden.

Grad 4
Hier sind der Knochen und alle Strukturen im Gelenk beteiligt. Eine Operation scheint unausweichlich.

Physiotherapie hilft

Knorpelschaden im Knie Physiotherapie
Konservative Behandlungen richten sich nach Schweregrad, Alter und vorhandenen Entzündungen und Schwellungen. Durch die Fehlhaltung ist der gesamte Körper mit muskulären Dysbalancen betroffen, was bei den Behandlungen mit berücksichtigt wird. Die Schäden werden ausgeglichen und ein neues Alltagsverhalten trainiert.

Die Behandlung in der Physiotherapie richtet sich nicht nur auf das Kniegelenk. Mit dem Aufbau der Knorpelmasse wird die gesamte Muskulatur gestärkt, gedehnt und mobilisiert.

Dynamische Übungen führen zur besseren Durchblutung und vergrößertem Bewegungsausmaß. Statische Übungen verbessern den Muskelaufbau.

Warum ist Koordination wichtig?

Patienten mit Knorpelschaden im Kniegelenk haben Schwierigkeiten mit der Koordination. Eine große Rolle spielen dabei die Propriozeptoren, die ihren Sitz in den Gelenken haben. Sie gewährleisten die Wahrnehmung der Bewegung und leiten die Information zum Gehirn.

Bei einem abgenutzten Knorpel fehlen auch die erforderlichen Propriozeptoren, die für die Koordination notwendig sind. Somit gehört neben der Stabilisation auch ein Koordinationstraining zur Rehabilitation.

Ältere Menschen mit einer guten Koordination fallen nicht so schnell!

Sport mit sehr geringer Belastung der Kniegelenke kann täglich durchgeführt werden. Schwimmen, Radfahren ohne Widerstand auf dem Heimtrainer oder Wassergymnastik wirken einem Bewegungsmangel entgegen. Die Beine im Sitzen einfach mal baumeln lassen, stärkt und entlastet schon die Gelenke.

Unterstützende Maßnahmen

Zur Unterstützung der Therapie werden entzündungshemmende Medikamente und Infiltration verabreicht. Beliebt sind Kortisonspritzen, um eine schnelle Schmerzfreiheit zu erreichen. Somit wird sichergestellt, dass das Gelenk häufiger bewegt und nur kurze Zeit ruhig gelagert wird.

Eine weitere sinnvolle Ergänzung sind Schuheinlagen, um Fehlstellungen der Kniegelenke auszugleichen.

Künstliche Gelenkschmiere kann direkt in das Kniegelenk gespritzt werden, wenn noch genügend Knorpelmasse vorhanden ist.

Hilft eine gesunde Ernährung um Knorpelmasse aufzubauen?

Um die Bildung von Gelenkflüssigkeit zu fördern, ist auf entsprechende Ernährung zu achten, um einen Mangel an Nährstoffen zu vermeiden. Wichtig ist, dass der Stoffwechsel gut funktioniert und somit die Diffusion gesichert ist, um den Knorpel zu ernähren.

Dazu sind täglich mindestens 1,5l Flüssigkeit notwendig und Lebensmittel die Hyaluronsäure enthalten4. Diese ist beispielsweise in Lamm, Rind oder Geflügel, aber auch in Blattgemüse, Sojaprodukten und Früchten enthalten.

Vermieden werden sollten alle Lebensmittel und Stoffe die eine Entzündungsreaktion auslösen können:

  • Schweinefleisch
  • Wurst
  • geräucherte Produkte
  • Alkohol
  • Nikotin

Hilfreiche Heilpflanzen

  • Teufelskralle stoppt den Eiweißabbau und schützt den Gelenkknorpel
  • Löwenzahn-Tee kurbelt den Zellstoffwechsel an
  • Weidenrinde enthält Salicylsäure und hemmt Entzündungen
  • Zum Einreiben haben sich Arnika und Rotöl bestens bewährt

Es ist manchmal nicht einfach, täglich ausreichend Lebensmittel mit Hyaluronsäure zu sich zu nehmen oder verschiedene Heilkräuter vorrätig zu haben. Um dieses Defizit auszugleichen, helfen gut gewählte Nahrungsergänzungsmittel, die eine Vielzahl an Wirkstoffen enthalten und eine Ergänzung zu der ärztlichen Therapieform und dem Knorpelaufbau darstellen.

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Fazit

Zerstörter Gelenkknorpel kann sich nicht vollständig regenerieren. Aber es ist möglich, ein Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern und Beschwerdefreiheit oder Linderung zu erreichen.

Eine Operation wird erst in Erwägung gezogen, wenn alle konservativen Maßnahmen ausgeschöpft sind und keine Besserung zu erwarten ist. Wenn alternative Therapiemethoden eine Heilung versprechen, lassen Sie sich von Ihrem Arzt beraten.

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Über den Autor

Dr. Martina Beck

Als promovierte Naturwissenschaftlerin arbeitet Martina in der universitären Forschung im Gesundheitswesen und nimmt unmittelbar an aktuellen Fragestellungen der Wissenschaft teil. Sie legt viel Wert darauf, Forschungsergebnisse auch für interessierte Laien verständlich darzustellen. Mehr Informationen zu unseren Autoren finden Sie auf der Seite Über uns

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