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Das passiert beim Fasten im Körper

Fasten

Fasten steht bei vielen Menschen vor allem dann an, wenn sie sich innerlich reinigen wollen. Sobald dem Körper Nahrung entzogen wird, beginnt er auf die eisernen Reserven zurückzugreifen. Gut und schön – aber was passiert beim Fasten eigentlich mit unserem Körper. Grundsätzlich kann der Prozess des Fastens auf zwei Ebenen erfasst werden – der psychischen und der körperlichen.

 

Die psychische Komponente

Schon vor dem eigentlichen Fasten beginnt sich bei uns etwas zu ändern. Wer sich entschließt zu fasten, der hat sich schon den einen oder anderen Gedanken darüber gemacht weswegen er diesen Schritt gehen möchte. Und auch der Körper gibt hier seinen Senf dazu – sobald er merkt, dass er auf Nahrungsreduzierung gestellt wird, lenkt er ein und beginnt den Organismus auf Aktivität zu stellen. Das sind genau diese Momente, in denen der innere Schweinehund überwunden werden muss.

 

Die körperliche Komponente

Die körperliche Komponente umfasst alle Aspekte, die es mit dem Körper selbst zu tun haben. Also die Stoffwechsel- und Entschlackungsprozesse die angeregt werden, aber auch die Nebenwirkungen die auftreten können. Dazu zählen zum Beispiel Kopfschmerzen oder Antriebslosigkeit.

Das Fasten gliedert sich in einige Abschnitte:

  • Die ersten drei Tage. Der Organismus beginnt in dieser Zeit sowohl auf hormoneller als auch auf psychischer und neurologischer Ebene umzuschalten. So können das Herz und der Kreislauf ein wenig entlastet werden. Neben der Verbesserung der Fließeigenschaft des Blutes, werden auch Gas- und Sauerstoffaustausch in den Kapillaren erleichtert. Nun setzt der sogenannte Antistresseffekt ein, welcher sich auch im Alltag bemerkbar machen wird. Die fastende Person wird merken, dass sie etwas ruhiger und gelassener wird. Es kann aber auch zu sogenannten Heilkrisen kommen, die sich in Form von Kopfschmerzen, unerträglicher Migräne und Übelkeit bis hin zur Unlust bemerkbar machen können. Grundsätzlich kann davon ausgegangen werden, dass jeder Fastende ein wenig anders auf diesen Reinigungsprozess reagiert.
  • Der siebte bis 14 Tag: Nun beginnen sich die Stoffwechselprozesse zu stabilisieren, der Körper hat sich nun an diesen neuen Umstand bereits relativ gut gewöhnt. Nun beginnt sich auch die Verbrennung von Eiweiß ein wenig zu drosseln. Statt Eiweiß beginnt der Organismus nun auf andere Quellen zurückzugreifen weswegen vor allem Ketonkörper, Glycerine und Fettsäuren in Angriff genommen werden. Es entsteht nun eine Art Fastenketose. Das Gute daran – das bisherige Hungergefühl wird nach und nach nicht mehr wahrgenommen, wird erträglicher, bleibt dann irgendwann vollständig aus. Dies beruht darauf, dass durch die reduzierte Nahrungszufuhr auch der Magen und der Darm nach und nach ruhig gestellt werden. Obwohl sich der Organismus an diesen Umstand bereits gewöhnt, kann es auch in dieser Phase immer noch zu kleinen Krisen kommen, die sich vor allem in Form von Unterzuckerung, Schlafstörungen und Herzklopfen bemerkbar machen können.
  • Die dritte Woche des Fasten: Der Organismus hat in den letzten beiden Wochen gelernt wie er seine Reserven auf weitaus ökonomischere Art und Weise verarbeiten kann. Nun geht vieles leichter von der Hand. Das Fasten wird nicht mehr so schwer genommen, viele Dinge sind bereits automatisiert und auch das Hungergefühl wird bis auf wenige Ausnahmen gewichen sein. Die innere Ernährung – wie dieser Vorgang auch immer wieder genannt wird, beginnt nun schon selbst zu laufen. Nun wird auch das Körpereiweiß geschont und die Leber wird immer mehr entlastet. In dieser Phase greift der Körper beinahe nur noch auf die bestehenden Fettreserven zurück. Das Gewicht wird nach und nach reduziert, wodurch es auch schon zu einer Erleichterung der Gelenke kommt. Auch beim Fastenden macht sich diese dritte Woche bereits positiv bemerkbar. Nun kommt es immer wieder zu einer Steigerung der Leistung, es tritt ein Wohlfühlgefühl ein.
  • Die vierte bis sechste Woche: Manche Fastenden geben nach drei Wochen noch nicht auf, sondern unterziehen sich dem Fasten noch weitaus länger. Die innere Verdauung trägt nun wahre positive Effekte davon, denn nun werden sogar Zell- und Eiweißstrukturen geändert. Mit dem Abbau dieser Strukturen können zahlreiche Erkrankungen, die auf rheumatischen, immunologischen oder allergischen Grundlagen beruhen, gelindert werden.

 

Bringt Fasten denn überhaupt etwas?

Das Fasten bringt etwas. Das ist auch der Grund weswegen sich immer mehr Frauen und Männer ein- oder auch mehrmals pro Jahr für diese Reinigung entscheiden. Einst war das Fasten als Prozess für Buße, doch darum geht es schon lange nicht mehr. Nun geht es darum, dass der Körper nach und nach gereinigt wird – von innen. Fasten wird sogar von Ärzten immer wieder gezielt eingesetzt, damit Krankheiten entgegengewirkt werden kann.
Vor allem bei Diabetes und Insulinresistenz, kann das Fasten wahre Wunder bewirken, was zur Folge hat, dass weitaus weniger Blutzuckerspitzen zu vernehmen sind. Allerdings ist ein Irrglaube immer wieder weit verbreitet – es wird angenommen, dass durch das Fasten Allergien und Entzündungen geheilt werden können, was allerdings nicht der Fall ist.

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