Familie

Bachblüten – die sanfte Therapie für Kinder

Bachblüten für Kinder

Gesundheitsbewusste Eltern sind oft begeistert von der tief greifenden Wirkung der Bachblütentherapie. Viele emotionale Probleme von Kindern und Jugendlichen lassen sich mit der richtigen Blüte positiv beeinflussen.

Die 38 Bachblüten bilden ein vollständiges Therapiekonzept, das auf die Persönlichkeit und die Gefühlslage des Patienten abgestimmt ist. Wenn der Behandlungserfolg bei den Kindern ausbleibt, wählen die Eltern am besten für sich selbst eine passende Blüte.

Bachblütentherapie bei Kindern

Kindheit und Jugend sind von anhaltenden körperlichen und geistigen Veränderungen geprägt. Diese Phasen stellen nicht nur für die Kinder, sondern auch für die Eltern große Herausforderungen dar.

Bachblüten können die verschiedenen Entwicklungsstufen des Kindes auf natürliche Weise unterstützen. Sie helfen dabei, ein emotionales Ungleichgewicht schnell und sicher aufzulösen. Dadurch wird verhindert, dass starre Verhaltensmuster entstehen, die zu immer wiederkehrenden Konfliktsituationen führen.

Da sie in ihren Einstellungen nicht so festgefahren sind wie wir Erwachsenen, reagieren Kinder bereits nach kurzer Zeit auf die Bachblütentherapie. Akute Beschwerden wie Angstzustände oder Niedergeschlagenheit werden oft innerhalb weniger Tage mit der passenden Blüte beseitigt.

Bachblüten eignen sich ebenfalls zur begleitenden Behandlung chronischer Krankheiten. In diesem Fall sollte die Einnahme über einen längeren Zeitraum erfolgen. Häufig ist zusätzlich die Therapie eines oder beider Elternteile ratsam.

Was sind Bachblüten?

Unter dem Begriff Bachblüten versteht die Naturheilkunde Zubereitungen (Essenzen) von verschiedenen wild wachsenden Bäumen und Sträuchern. Die heilende Wirkung der Blütenessenzen wurde von dem britischen Arzt Dr. Edward Bach in den 1920er und 1930er Jahren entdeckt.

Der feinfühlige Mediziner fand auf intuitive Weise 38 Blütenheilmittel, die emotionale Zustände positiv verändern können. Noch heute werden die Bachblüten an den von Dr. Bach beschriebenen Originalplätzen in England gesammelt. Auch die Herstellung der Essenzen erfolgt nach dem überlieferten Rezept des berühmten Arztes.

Bachblüten Tropfen
Am frühen Morgen pflücken Mitarbeiter der Herstellerfirma die reifen Blüten und legen sie in ein Gefäß mit frischem Quellwasser. Mit der Zeit gibt die Pflanze ihre gesamte Energie an das Wasser ab. Bevor die Blüte verwelkt ist, entfernen die Mitarbeiter sie aus dem Gefäß.

Bei der ursprünglichen Rezeptur wird der wässrige Blütenextrakt mit Brandy oder Cognac konserviert und anschließend im Verhältnis 1:240 mit Wasser verdünnt. Der Hersteller füllt alle 38 Bachblütenmittel in verschiedene Stockbottles ab und gibt sie in dieser Form in den Handel.

Heutzutage sind neben den klassischen Stockbottles auch alkoholfreie Blütenessenzen erhältlich. Als Konservierungsmittel kommt anstelle des Alkohols Glycerin zum Einsatz. Für die Anwendung im Rahmen der Bachblütentherapie müssen die Konzentrate verdünnt werden.

Dosierung für die akute Behandlung: 2 Tropfen aus der Stockbottle in ein Glas mit stillem Mineralwasser geben und über den Tag verteilt trinken. Zur Herstellung der Notfallmischung (Rescue Tropfen)1 werden 4 Tropfen verwendet.

Dosierung bei einer längerfristigen Einnahme: 3 Tropfen der Blütenessenz (6 Tropfen der Notfallmischung) in eine 30-ml-Flasche mit Tropfpipette geben und mit Mineralwasser auffüllen. Die Standarddosierung beträgt: 4 Mal täglich 4 Tropfen auf die Zunge träufeln.

Wie wirken Bachblüten?

Bei der Bachblütentherapie handelt es sich genau wie bei der Homöopathie um eine feinstoffliche Behandlungsmethode2. Grundlage dieses Naturheilverfahrens ist die Vorstellung, dass Menschen und Tiere aus Körper, Seele und Geist bestehen3. Der seelische Anteil repräsentiert unsere Gefühle (Emotionen), während der Geist das Denken und die Kreativität darstellt.

Bachblüten haben keinen Einfluss auf die geistige und die körperliche Ebene, sondern wirken ausschließlich auf den seelischen Anteil eines Lebewesens. Jede Blüte gibt bestimmte feinstoffliche Schwingungen ab, die unsere Seele empfängt und verarbeitet. Beim Herstellungsprozess werden diese Signale auf die einzelnen Blütenessenzen aufgeprägt.

Durch die anschließende Verdünnung geht diese Prägung auf jeden Wassertropfen über. Da die Bachblüten keinen Einfluss auf körperliche Symptome haben, ist die Einnahmemenge unwichtig. Für die Wirkung spielt es keine Rolle, ob man vier Mal täglich zwei oder zehn Tropfen auf die Zunge gibt. Der Informationsgehalt des Signals bleibt immer gleich.

Die 38 Bachblüten entsprechen verschiedenen seelischen Ungleichgewichten. Wenn ein Patient die passende Blüte einnimmt, wird ein Prozess in Gang gesetzt, der die negativen Gefühlsmuster in positive Emotionen transformiert. Dr. Bach zufolge handelt es sich bei Krankheiten nicht um zufällige Ereignisse. Die Beschwerden stellen die logische Konsequenz eines falschen Verhaltens dar.

Krankheit ist weder Grausamkeit noch Strafe, sondern einzig und allein ein Korrektiv. Sie dient als Werkzeug, das unsere eigene Seele benutzt, um uns auf unsere Fehler hinzuweisen, vor größeren Irrtümern zu bewahren und uns daran zu hindern, weiteren Schaden anzurichten.

Die Krankheit will uns auf den Weg der Wahrheit und des Lichtes zurückbringen, von dem wir nie hätten abkommen sollen.4Dr. Edward Bach

Die Bachblütentherapie erfordert ein tieferes Verständnis der einzelnen Blütenessenzen. Weil bei jedem Menschen eine andere emotionale Situation vorliegt, müssen die richtigen Blüten individuell zugeordnet werden. Bei Bachblüten kann es deshalb keine standardisierte Behandlung wie in der Schulmedizin geben.

Umso mehr verwundern die klinischen Studien von Ärzten und Naturwissenschaftlern mit Bachblüten. In einer kürzlich erschienenen Übersichtsarbeit behaupten österreichische Forscher, dass die Bachblütentherapie bei Studenten mit Prüfungsangst und Kindern mit ADHS wirkungslos sei5.

Wer sich die Durchführung genauer ansieht, stellt fest, dass die ADHS-Studien entweder mit Rescue Tropfen oder einer Mischung aus fünf anderen Bachblüten vorgenommen wurden. Da eine Untersuchung des seelischen Zustandes der Kinder unterblieb und alle Studienteilnehmer die gleiche Blütenmischung oder ein Placebo6 erhielten, konnten die Behandlungen überhaupt keinen Erfolg bringen.

Typische Beispiele für den Einsatz von Bachblüten bei Kindern

Eltern, die ihren Kindern eine Bachblütenmischung verabreichen, sind oft erstaunt über das Ergebnis: Schreihälse werden nach kurzer Zeit ruhiger, ängstliche Kinder mutiger. Die Blütenessenzen stellen auf sanfte, natürliche Weise das innere Gleichgewicht wieder her, das sich durch Stresssituationen verändert hat.

Im Gegensatz zu anderen Naturheilverfahren kommt es niemals zu einer dramatischen Heilungskrise. Bachblüten werden gerne bei Kindern mit Angstzuständen, Schlafproblemen, Erschöpfung, Unruhe und Konzentrationsstörungen eingesetzt.

Häufig verwenden Eltern folgende Blütenessenzen:

Olive – die Regenerationsblüte: für Kinder, die sich körperlich und seelisch erschöpft fühlen. Olive sorgt dafür, dass sich die leeren Batterien wieder aufladen.

Larch – die Blüte für das Selbstvertrauen unterstützt ein Kind, das an seinen Fähigkeiten zweifelt. Larch hilft dabei, das natürliche Selbstvertrauen wiederzuerlangen, und nimmt die Angst vor Fehlschlägen.

Gentian – die Blüte des Glaubens wirkt bei Kindern, die pessimistisch sind und sich leicht entmutigen lassen, wenn plötzlich Schwierigkeiten auftauchen. Gentian sorgt für eine positive Erwartungshaltung und fördert die Fähigkeit, mit Konflikten umzugehen.

Mimulus – die Blüte der Tapferkeit: allgemeine Angstzustände, die vor allem schüchterne Kinder betreffen. Mimulus motiviert dazu, über seine Ängste hinauszuwachsen.

Clematis – die Blüte der Realität eignet sich für den Tagträumer, der oft mit seinen Gedanken abschweift. Clematis hilft dem Kind, Interesse für seine nähere Umgebung zu entwickeln und Ordnung zu halten.

Impatience – die Zeitblüte unterstützt unruhige Kinder, die leicht gereizt sind und überschießend reagieren. Impatience fördert einen Zustand der Entspannung und Gelassenheit.

Fazit

Die Bachblütentherapie ist eine natürliche und sanfte Behandlungsmethode, die sich besonders gut für Kinder eignet. Richtig ausgewählt können die wertvollen Blütenessenzen emotionale Blockaden lösen und zur Harmonisierung des seelischen Zustandes beitragen.

Genau wie vor fast 100 Jahren verarbeitet der Originalhersteller die wild wachsenden Pflanzen nach dem Verfahren von Dr. Edward Bach. Dadurch wird sichergestellt, dass die individuelle Schwingung der einzelnen Blüten vollständig auf die Essenz übergeht. Bachblüten haben keine unerwünschten Nebenwirkungen und lassen sich mit jeder schulmedizinischen oder naturheilkundlichen Therapie gut kombinieren.

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Über den Autor

Dr. Jochen G. Opitz

Jochen ist Biochemiker, Doktor der Naturwissenschaften und arbeitet seit 18 Jahren als Heilpraktiker in eigener Praxis. Durch seine Ausbildung und Erfahrung schreibt er für unsere Leser sowohl aus Sicht der Naturheilkunde als auch der westlichen Medizin. Mehr Informationen zu unseren Autoren finden Sie auf der Seite Über uns