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Arthrose in den Fingern – die Schockdiagnose

Wer häufig über Schmerzen in den Fingern klagt, wird sich über kurz oder lang in ärztliche Behandlung begeben. Gerade die Finger sind doch wichtig im Alltag und die Einschränkungen bei akuten oder chronischen Schmerzen sind gravierend. Bekommt man nun die Diagnose Arthrose, bricht bei vielen Betroffenen eine Welt zusammen. Schnell wird im Internet recherchiert und geschaut, was man machen kann. Schließlich ist Arthrose laut Schulmedizin nicht heilbar.

Das Wichtigste vorneweg, auch wenn Arthrose in den Fingern nicht heilbar ist, kann man die Symptome sehr gut steuern und verbessern. Gerade die Ernährung kann helfen, Arthroseschübe zu minimieren. Ist man einmal aus der anfänglichen Schockstarre befreit, heißt es rigoros das eigene Leben umzustellen!

Symptome bei Arthrose in den Fingern

Das Leitsymptom bei Arthrose in den Fingern ist der Schmerz! Gerade anfangs nehmen Betroffene die unregelmäßigen Schmerzen nicht wirklich wahr. Arthrose in den Fingern ist ein schleichender Prozess, der immer weiter vorschreitet. Da die Schmerzen in Schüben auftreten, können Betroffene den plötzlich auftretenden Schmerz nicht wirklich einordnen.

Je nach betroffenem Gelenk können auch Schmerzen bei bestimmten Drehbewegungen mit den Händen auftreten. Aber auch die eigene Kraft in den Händen nimmt zunehmend ab.

Es gibt 3 verschiedene Formen der Arthrose in den Fingern:

  1. Heberdenarthrose
    Die Heberdenarthrose bezeichnet die Arthrose der äußeren Fingergelenke.
  2. Bouchardarthrose
    Bei der Bouchardarthrose sind die inneren Fingergelenke betroffen.
  3. Rhizarthrose
    Ist das Daumengelenk betroffen, spricht man von einer Rhizarthrose.

Früherkennung bei Fingerarthrose kann helfen

Da die Fingerarthrose ein schleichender Prozess ist, kann ein schneller Therapiebeginn Schlimmeres verhindern. Niemand muss sich heutzutage mit der Diagnose Arthrose in den Fingern abfinden. Da sich verschiedene Therapien anbieten sollte jeder selbst entscheiden, welche Therapieform die beste ist.

Die richtige Therapie bei Arthrose kann Gelenke retten

Arthrose ist weit verbreitet in Deutschland und immer mehr Betroffene sind zu verzeichnen. Zumeist sind Frauen mittleren Alters von der Fingerarthrose betroffen. Die Schulmedizin ist nicht die einzige Therapieform. Gerade mit der Ernährung können Betroffene viel Positives bei ihren Symptomen der Arthrosefinger erreichen.

Die richtige Ernährung bei einer Fingerarthrose

Wer die Diagnose einer Fingerarthrose erhält, wird sehr schnell über die Wichtigkeit einer Ernährungsumstellung „stolpern“. Es gibt keine spezielle Arthroseernährung, aber es gibt durchaus hilfreiche Tipps. Da viele Arthrosepatienten an Übergewicht leiden, gilt es dieses abzubauen.

Die Ernährung bei Arthrose sollte zum größten Teil vegetarisch aussehen. Frisches Obst und Gemüse sind für Arthrosepatienten sehr wichtig und die vegetarische Ernährungsform kann helfen, Übergewicht abzubauen. Alkohol, sowie Zucker oder ungesunde Fette sollten ab sofort nicht mehr auf dem Speiseplan stehen. Fleisch und tierische Lebensmittel fördern die Arthrosefinger aufgrund des hohen Eisen- und Zinkgehaltes. Die vegetarische Ernährung ist basenüberschüssig und wirkt somit auch gegen eine bereits entstandene Übersäuerung.

3 Lebensmittel gegen Arthrose in den Fingern

Es gibt tatsächlich Lebensmittel, die gegen die Schmerzen bei Arthrose in den Fingern wirken können. Natürlich sollten diese Lebensmittel regelmäßig oder am besten täglich auf dem Speiseplan der Betroffenen stehen.

  • Brokkoli
    Brokkoli oder auch Brokkolisprossen versorgen Betroffenen mit Sulforaphan. Sulforaphan schützt den Knorpel und kann sogar die Fortschreitung der Arthrose verlangsamen.
  • Saft vom Granatapfel
    Der pure Saft vom Granatapfel sollte bei Arthrosebetroffenen wirklich täglich genossen werden. Die antioxidative Wirkung verhindert eine weitere Zerstörung des Knorpels.
  • Knoblauch
    Frischer Knoblauch (wichtig: KEIN Granulat) schützt die Gelenke und kann sich bei Arthrose positiv bemerkbar machen.

Kräuter – Must Have in der arthrosegerechten Ernährung

Wer an einer Arthrose im Finger leidet, sollte von nun an seinen eigenen Kräutergarten aufrüsten. Denn Kräuter schmecken nicht nur sehr gut und können als Würze in bestimmten Gerichten eingesetzt werden. Nein, Kräuter haben auch eine heilende Wirkung!

Die Weidenrinde und Weihrauch sollten ab sofort regelmäßig eingenommen werden. Aber auch Kurkuma ist hervorragend geeignet für eine Ernährung bei Arthrose. Die Teufelskralle hat sich bei der Arthrose in den Fingern bewährt und sollte auf jeden Fall in Betracht gezogen werden. Die schmerzstillende Wirkung kann durchaus auch eine Langzeitwirkung erzeugen.

Quinoa, Amaranth und Hirse sind die neuen Beilagen

Ernährung bei FingerarthroseAuch wenn in Deutschland Kartoffeln, Reis und Nudeln an Beilagen die ersten Stellen einnehmen, sollten Betroffene mit Arthrose auch zu weiteren Alternativen ohne Gluten greifen. Quinoa, Amaranth und Hirse können durchaus sehr gut schmecken und viel wichtiger noch, sie können Arthrosepatienten helfen Schmerzen zu lindern.

Hirse hilft bei der Knorpelregeneration
Hirse kann gekocht oder auch als Salatbeilage funktionieren. Der hohe Gehalt an Silicium hilft bei der Wiederherstellung des Knorpels und leistet somit seinen Beitrag bei der Schmerztherapie.

Quinoa – der gesunde Reis
Quinoa wird genauso zubereitet wie der herkömmliche Reis. Quinoa schmeckt wirklich sehr köstlich und liefert extrem viele Proteine. Aber auch als Mineralstoffquelle kann Quinoa punkten.

Amaranth – die Magnesiumbombe
Amaranth ist aufgrund des extrem hohen Magnesiuminhalts perfekt geeignet für Arthrosepatienten. Aber auch Kalzium wird mit Hilfe von Amaranth aufgenommen. Amaranth eignet sich als Beilage oder auch als Brot.

Homöopathie bei Arthrose – MSM kann helfen

Sucht man nach Homöopathie bei Arthrose in den Fingern stößt man schnell auf MSM. Aber was ist das eigentlich? Methylsulfonylmethan oder kurz MSM ist eine Schwefelverbindung, die den Gelenken bei der Aufbaufunktion und der Wiederherstellung hilft. Fehlt diese Schwefelverbindung, kommt es zu Schmerzen im Bewegungsapparat.

In der Naturheilkunde kann mit MSM eine deutliche Linderung bei Schmerzen erzielt werden. Eigentlich ist es ein ganz natürlicher Stoff, der im menschlichen Organismus produziert wird. Ist man nun aber von einer Arthrose betroffen, ist auch die eigene Produktion dieses Stoffes eingeschränkt. Auch wenn es in fast jedem Lebensmittel vorhanden ist, kann niemand durch die Verdauung der Schwefelverbindung genügend MSM aufnehmen.

Zusätzlich kann es in Form von diversen Nahrungsergänzungsmitteln eingenommen werden. Nicht nur Arthrosepatienten nehmen MSM ein, auch Sportler greifen gerne mal zu, um ihrem Bewegungsapparat bzw. den Muskeln bei der Regeneration zu helfen.

Ist man von einer Arthrose in den Fingern betroffen, kann MSM nicht nur die Schmerzen lindern, sondern auch in Punkto Beweglichkeit Abhilfe schaffen. Als natürliches Hilfsmittel sind keine Nebenwirkungen zu erwarten.

Glucosamin + MSM das perfekte DUO!

MSM kann mit dem Naturheilmittel Glucosamin kombiniert werden, um die besten Erfolge zu erzielen. Wo MSM sich um die Linderung der Schmerzen kümmert, kann Glucosamin dem Knorpel zusätzlich Flexibilität und Struktur verleihen. Ist der Knorpel intakt, werden auch die Arthroseschmerzen besser. Am besten entscheidet man sich direkt für ein Kombiprodukt, welches Glucosamin und MSM enthält.

Sport ist Mord? Nicht bei Arthrose!

Das altbekannte Sprichwort Sport ist Mord hält sich hartnäckig in den Mündern. Dabei sollte auch Sport gerade bei Arthrose ausgeführt werden. Ein anderes Sprichwort wer rastet, der rostet trifft es bei Arthrosepatienten eher. Werden die betroffenen Gelenke nicht mehr genug bewegt, können sie unbeweglich werden und Versteifungen an den betroffenen Gelenken sind nicht selten. Natürlich muss niemand zum Athleten oder Hochleistungssportler mutieren, aber Bewegung sollte nun ein wichtiger Bestandteil im Leben sein.

Als Faustregel bei Arthrose gilt, jede Woche mindestens 45 Minuten Sport. Dabei kann auch schon ein zügiger Spaziergang Abhilfe schaffen. Gerade bei Arthrose in den Fingern sollte regelmäßig Handgymnastik ausgeführt werden. Auch ein kleiner Igel-Ball kann helfen. Dadurch wird die Durchblutung gefördert und die Fingergelenke werden bewegt.

Auch zwischendurch sollte man mit den Händen immer wieder fest zugreifen, sie strecken und wieder zugreifen. Bewegungsübungen im Wasser sind sehr gelenkschonend und bieten sich auch für die Fingerarthrose an.

Sind Operationen wirklich notwendig?

Es gibt auch verschiedene Operationsverfahren, aber diese sollten wirklich den letzten Ausweg darstellen. Vor einem operativen Eingriff sollte unbedingt erst auf alle anderen Therapiemöglichkeiten zurückgegriffen werden.

  • Resektionsarthroplastiken
    Bei der Resektionsarthroplastik wird ein Teil des betroffenen Gelenkes entfernt und mit einem Stück Sehne ersetzt. Durch diese Operation kann so eine Bewegung ohne Schmerzen wieder ermöglicht werden.
  • Daumensattelgelenksprothese
    Die Daumensattelgelenksprothese wird sehr selten angewendet, obwohl dieses Operationsverfahren sehr erfolgreich ist. Bei der Operation wird ähnlich wie bei einem künstlichen Hüftgelenk ein künstliches Daumengelenk eingesetzt.

Die richtige Behandlung einer Fingerarthrose

Die Behandlung einer Fingerarthrose richtet sich immer nach dem Schweregrad der Arthrose. Aber jeder Betroffene kann auch selbst etwas tun, damit der Schmerz gelindert wird.

So sollte vor allem eine Überbelastung oder gar Fehlbelastung der betroffenen Gelenke vermieden werden. Auch im Berufsalltag sollten die Fingergelenke nicht überlastet werden. Bei den orthopädischen Hilfsmitteln wird jeder Betroffene schnell fündig. Auch maßgefertigte Daumenschienen zum Schutz des betroffenen Gelenkes können Abhilfe schaffen.

Medikamente bei Fingerarthrose

Da das Leitsymptom einer Fingerarthrose der Schmerz ist, heißt es auch in Punkto Medikamente Linderung zu verschaffen. An erster Stelle der Medikamente stehen die nicht steroidalen Antirheumatika. Entzündungshemmende Medikamente wie Ibuprofen oder auch Salben können Abhilfe schaffen. Aber auch Analgetika helfen Betroffenen die Schmerzen besser zu ertragen. Paracetamol- oder Ibuprofentabletten versprechen eine Schmerzlinderung.

Physiotherapie für die Fingerarthrose

Physiotherapie bei FingerarthroseDamit die betroffenen Gelenke bei einer Fingerarthrose nicht versteifen oder noch unbeweglicher werden, ist der Gang zum Physiotherapeuten empfehlenswert. Mit Hilfe der Krankengymnastik oder Ergotherapie kann das Gelenk geschmeidig gehalten werden und auch Übungen für zu Hause gibt der Physiotherapeut gerne mit auf den Weg. In akuten Schmerzperioden kann auch eine Wärme– bzw. Kälteanwendung Abhilfe schaffen. Ob es nun die Wärme oder die Kälte ist, entscheiden Betroffene selbst. Eine pauschale Aussage lässt sich hierbei nicht treffen.

Krumme Finger durch Arthrose

Krumme Finger durch Arthrose sind eigentlich erst im Laufe der Zeit zu beobachten. Genau deshalb ist es sehr wichtig, schon vorher etwas zu unternehmen. Die Finger oder die betroffenen Gelenke sollten regelmäßig bewegt werden. Doch auch Moor-Packungen und eine vitamin- und ballaststoffreiche Ernährung können helfen. Die Gelenke bei einer Fingerarthrose dürfen nicht in Vergessenheit geraten und müssen täglich in Bewegung gebracht werden. So kann man als Betroffener die krummen Finger, die man eher als Versteifungen sehen kann, verhindern.

Schüssler Salze – eine Alternative zur Schulmedizin?

Immer mehr Betroffene einer Fingerarthrose bauen auf Naturheilmittel und möchten sich nicht einzig und allein mit der Schulmedizin zufrieden geben. Tatsächlich gibt es einige Schüssler Salze, die durchaus Abhilfe schaffen können. Dabei sollte unbedingt ein individueller Plan von einem erfahrenen Heilpraktiker erstellt werden. Mit der regelmäßigen, sehr häufigen Einnahme der Schüssler Salze können die Symptome einer Fingerarthrose gelindert werden.

Folgende Schüssler Salze kommen in Frage:

  • Schüssler Salz Nr. 1 (Calcium Fluoratum)
    Da das Schüssler Salz Nr. 1 für die Beweglichkeit des menschlichen Körpers zuständig ist, kann dieses bei der Arthrose Therapie eingesetzt werden. Verhärtungen im Körper können gelöst werden und eine leichtere Bewegung ist möglich.
  • Schüssler Salz Nr. 2 (Calcium Phosphoricum)
    Mit dem Schüssler Salz Calcium Phosphoricum werden die Knorpel gestärkt. Aber auch der Eiweißhaushalt im Körper wird wieder reguliert.
  • Schüssler Salz Nr. 8 (Natrium Chloratum)
    Natrium Chloratum versorgt den menschlichen Organismus mit ausreichend Gelenkschmiere.
  • Schüssler Salz Nr. 9 (Natrium Phosphoricum)
    Das wohl wichtigste Schüssler Salz bei einer Fingerarthrose ist das Natrium Phosphoricum. Denn dieses Salz dient als Regulator des Säurehaushaltes. Zudem wird die Fettverbrennung angekurbelt.
  • Schüssler Salz Nr. 16 (Lithium Chloratum)
    Gerade bei entzündeten Gelenken bietet sich das Schüssler Salz Lithium Chloratum an. Zusätzlich hilft es dem menschlichen Organismus bei der Entgiftung.

Das Fazit

Wer an einer Fingerarthrose leidet, muss sich nicht allein mit der Schulmedizin zufrieden geben. Die Naturheilmittel versprechen eine Linderung der Beschwerden. Gerade die operativen Eingriffe der Schulmedizin sollten der letzte Ausweg sein. Auch die eigene Ernährung sollte bei einer Fingerarthrose akribisch überdacht und eventuell geändert werden.

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